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Ein Tag in der Hauptstadt

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1 Ein Tag in der Hauptstadt am Mi 27 Jul 2016 - 20:30

Nochimmer in Trainingsuniform, den mittlerweile vertrauten Speer geschultert und einen nihilistischen Blick aufgesetzt flaniert die frische Lady Jeva Rubenstein durch Unterstadt. Dieser Körper ist nicht der ihre, das hat sie längst bemerkt - ebenso ist diese Stadt nicht die ihre. Ungewollte Blicke folgen ihr durch die Straßen und Gassen, während jeder Schritt sie die Fremdheit wie Nadelstiche spüren lässt. Doch geht sie nicht schneller, sogar bewusst langsam könnte man es nennen, denn dies ist ab heute ihr Alltag und an diesen gilt es sich zu gewöhnen. Die einzige Dunkelläuferin in Unterstadt ist sie nicht, womöglich nicht einmal die jüngste, doch mit Sicherheit, ja mit Sicherheit die verbissenste. Dessen ist sie sich sicher.

Ausgebildet wurde sie führwahr und in Nekromantie wurde sie nebst der Waffenkunst unterwiesen, doch ist ihr darsein ein künstliches und nur durch pervertiertes Handwerk hat ihr Verstand erneut Kontrolle über.. einen Körper. Den Verlassenen dienen. Nichts ist ihr ferner als sich auf deren Niveau zu begeben und als verrotendes Stück Fleisch ihr Darsein zu fristen. Zu einer gewissen Lady Vyra soll sie sich nun begeben, vermutlich in den Postländern aufhältlich - Ha, ein Witz! Und überhaupt: "Was sollen denn bitte Pestländer sein? Einladend klingt das nicht."

"Egal, der Weg wird schon gefunden werden, wenn ich dorthin gehe. Mit einer ganzen Ghularmee dort auftreten und die kleine Lady Vyra von meinen Dienern zerfetzen lassen, das wäre ein Spektakel."
Bald umrundet Lady Jeva den äußeren Stadtring ein zweites Mal, als sie aus den Gedanken hochschreckt. An diesem Ort kam sie bereits vorbei, die Verlassenen tuscheln jetzt zudem dass sie starren. "Verdammt sollen sie alle sein - ich habe nicht aufgepasst. Wo geht es denn endlich nach draußen? Ich halte es hier drinnen nicht mehr aus!" Wütend blickt sie sich um und an einem, dem scheußlichst aussehenden Verlassenen, bleibt ihr Blick hängen.

"Du!", spricht sie laut in der metallischen und mehrfach nachhallenden Stimme einer Banshee. "Bring mich an die Oberfläche dieses verfluchten Ortes, Bauer!" Ein einfacher Zivilist scheint es zu sein, überrumpelt und überwältigt. Er nickt ruckhaft und setzt sich in Bewegung - Jeva folgt zufrieden. Nach wenigen Minuten kommen sie schließlich an die kalte Nachtluft und schleunigst huscht der Verlassene zurück in die tiefen der Unterstadt, während die neugeborene Dunkelläuferin durch die Ruinen des Lordaeron'schen Königspalastes streift.

Geschichten wird es geben. Geschichten über eine Dunkelläuferin, die ihr Königreich, nicht einmal ihre Hauptstadt so gut kennt, als dass sie sich darin orientieren könnte. Eine Dunkelläuferin die ein Gesicht trägt, dass man ihr zuordnen wird, doch das nicht das ihre ist. Wütend spuckt sie aus, doch ein schwarzer Schleim ist alles, was ihren Körper verlässt. Von sich selbst angewiedert schlägt sie gegen das abermals, kaum wenige Tage fern kommt es ihr vor, mächtige Königshaus, welches nun in Ruinen zu liegen scheint. Mörtel bröckelt, etwas Haut dazu.

Der Zorn in ihr ist stark. Soviel Hass spürte sie nie zuvor. Nochimmer mit der Ruinenwand verbunden zittert sie beinahe vor unbeherrschtem Zorn, der die Kontrolle über sie mehr und mehr zu übernehmen scheint, bis sie schließlich ihr Gesicht zu einer dunklen Fratze verzieht. "Ich werde in die Pestländer gehen und diese Lady Vyra in ihrem Ballkleidchen in aberhunderte Fetzen zerreißen. Ich werde frei sein und nie wieder hierher zurückkehren. Du wirst mich nicht kommen hören, Prinzesschen!"

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